Mit Herz und Haltung

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Dein Akademie-Podcast

Gewalt gegen Kinder - in der Pandemie und jeden Tag

Gewalt gegen Kinder - in der Pandemie und jeden Tag

Von tragischen Schicksalen und bedauerlichen Einzelfällen von missbrauchten und getöteten Kindern liest man leider immer wieder. Für gewöhnlich werden die Täter als „schwarze Schafe“ der Gesellschaft eingeschätzt und abgetan, die Vorfälle als überraschende Tragödien heruntergespielt. Zu schockierend wäre es, anzuerkennen, dass die Strukturen und Ursachen hinter der Gewalt gegen Kinder seit langem bekannt sind und doch noch keine wirksame und umfassende Handlungsstrategie der Politik vorliegt. Home Office, finanzielle Sorgen und Doppelbelastung sind Risikofaktoren, die in allen Gesellschaftsschichten den Druck auf Eltern gefährlich erhöhen. 100 Wissenschaftler appellierten zu Beginn der Pandemie gemeinsam an die Bundesregierung, Familien zu entlasten und in der Stressbewältigung zu unterstützen, um den vorhersagbaren Anstieg in der häuslichen Gewalt einzudämmen. Doch es wurden eklatante Versäumnisse gemacht – ein Zehntel der Kinder in Deutschland erlebte körperliche Gewalt während der Pandemie. Wie entsteht diese Aggression? Ist der Kinderschutz nicht systemrelevant?

Die Corona-Pandemie - Eine Stunde der Solidarität?

Zu Anfang der Coronakrise hörte man oft, eine Pandemie sei ein „großer Gleichmacher“, denn ein Virus kennt keine Grenzen und unterscheidet nicht zwischen arm und reich. Mehr und mehr zeichnet sich jedoch ab, dass die Krise die Schwächsten am Härtesten trifft und andere fast verschont lässt. Differenzen werden immer stärker verschärft, anstatt sich anzunähern, und an manchen Stellen droht die Gesellschaft schon auseinander zu brechen.

Holger Zaborowski, Professor für Philosophie an der Universität Erfurt sowie Autor zahlreicher Bücher, schlägt in dieser Folge eine Antwort auf die drohende gesellschaftliche Gefahr vor: Solidarität. Der Blick über Gruppierungen und Spaltungen hinaus könnte uns helfen, wieder für unsere Mitmenschen und unser Zusammenleben Verantwortung zu übernehmen.

Quo vadis, Europa?

Zum 1. Juli 2020 übernimmt Deutschland für 6 Monate den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Damit sind viele Erwartungen, aber auch Befürchtungen verbunden. Führen wir als größtes Land Europas die EU stärker aus der Krise hervor? Nutzen wir jetzt die Gelegenheit, solidarischer, gemeinschaftlicher, ehrlicher und grüner zu werden? Sind Corona-Bonds vielleicht sogar eine Pflicht der Solidarität? Oder bleibt alles beim Alten, die Sparer sparen und Andere werden immer unzufriedener?

Ulrike Guérot macht daraus eine Antwort: Mit der deutschen Ratspräsidentschaft hat Europa die Chance, dass die Bürgerinnen und Bürger in der EU eine neue Verantwortung erhalten!

Leere Kirchen, leere Taufbücher, leere Kassen?

Die Kirche und ihre Mitglieder - scheinbar stimmen immer mehr Menschen mit den Füßen ab. Oder eben mit ihrem Austritt. Nicht selten ist die finanzielle Belastung nach Jahren der Frustration oder zunehmenden Distanzierung die letzte – beste Flucht nach vorn. Doch die aktuellen Kirchenaustrittszahlen stimmen nachdenklich: Was machen die Kirchen mit dem Geld, wo setzen sie ihre Schwerpunkte und wie verändert sich die Situation in Folge der Corona-Pandemie?

Dr. Karin Wollschläger, Redakteurin der Katholischen Nachrichten-Agentur, moderiert die Diskussion zwischen dem Münsteraner Kirchenrechtler, Prof. Dr. Thomas Schüller, diskutiert mit dem Münchener Pastoraltheologen, Prof. Dr. Andreas Wollbold.

Brasilien und die Pandemie

Eine Million Infizierte, über 50.000 Todesopfer - Brasilien ist der aktuelle Corona-Hotspot. Während sich im größten und bevölkerungsreichsten lateinamerikanischen Land die Pandemie ausbreitet, kämpft es weiter mit Skandalen und wirtschaftlichen Problemen. Der Regierung von Jair Messias Bolsonaro wird der falsche Umgang mit der Krise vorgeworfen.
Bernardo Johannes Bahlmann stammt aus dem Bistum Münster und ist Bischof von Óbidos. Er schildert im Interview mit Daniel Heinze die aktuellen Herausforderungen.

Die Idee, einen eigenen Bildungspodcast der Katholischen Akademie einzurichten, entstand aus einer Kooperation mit der Philosophischen Fakultät der TU Dresden, die zum Sommersemester 2020 eine „Digitale Ringvorlesung“ anbietet.

Kann man beten, ohne an Gott zu glauben?

Warum fühlt es sich als ein Mangel an, zu beten, ohne an Gott zu glauben? Till Raether beschreibt, wie er seit seiner Kindheit dieses Ritual pflegt, wie einen Wunschzettel, aber ohne heilige Schrift, ohne Gemeinde, ohne an Gott zu glauben. Er sucht Erklärungen dafür, warum er trotz der Unfähigkeit zu glauben an diesem Ritual festhält: weil es ihn tröstet, und am Ende auch, weil er erfahren hat, dass es vielen Menschen so geht, und dass er auf diese Weise womöglich doch Teil einer größeren Gemeinschaft ist.

Die Idee, einen eigenen Bildungspodcast der Katholischen Akademie einzurichten, entstand aus einer Kooperation mit der Philosophischen Fakultät der TU Dresden, die zum Sommersemester 2020 eine „Digitale Ringvorlesung“ anbietet.

Warum lässt Gott das zu?

Prof. Dr. Mira Sievers und Prof. em. Dr. Eberhard Tiefensee bieten einen Dialog auf Distanz, woher das Übel kommt, was das Böse ist und wie angesichts des Leids in der Pandemie ein Glaube an Gott noch denkbar ist. Es ist die Theodizee-Frage, der sich zwei TheologInnen aus zwei verschiedenen Religionen auf ihre je eigene Art stellen. Und dem anderen entgegnen.

Die Idee, einen eigenen Bildungspodcast der Katholischen Akademie einzurichten, entstand aus einer Kooperation mit der Philosophischen Fakultät der TU Dresden, die zum Sommersemester 2020 eine „Digitale Ringvorlesung“ anbietet.

Russland und die Pandemie - wie geht's Europas großem Nachbarn im Osten?

Corona ist ja eine Pandemie und betrifft somit die ganze Welt. Zugleich hat man ein bisschen den Eindruck: Durch Corona hat sich der Blick etwas verengt – jeder Nationalstaat schaut nur auf die Entwicklung im eigenen Land, allenfalls noch auf die europäischen Nachbarn. Aber wie geht’s eigentlich Europas großem Nachbarn im Osten? Wie hat sich Gesellschaft und Kirche in der Pandemie verändert?

Die Idee, einen eigenen Bildungspodcast der Katholischen Akademie einzurichten, entstand aus einer Kooperation mit der Philosophischen Fakultät der TU Dresden, die zum Sommersemester 2020 eine „Digitale Ringvorlesung“ anbietet.

Singles in der Krise

Singles sind von den derzeitigen Kontaktbeschränkungen in besonderem Maß betroffen. Wer alleine lebt, sieht sich derzeit der vormals üblichen Möglichkeiten beraubt, soziale Kontakte zu pflegen. Der Haushalt wird wieder zu der Bezugsgröße, wie er in der Geschichte lange Zeit gewesen ist. Freundschaften und Netzwerke, die für viele Singles einen hohen Stellenwert haben, können nur telefonisch gepflegt werden. Diese und andere Herausforderungen, vor die sich Singles gegenwärtig gestellt sehen, werden benannt. Es folgt ein Blick in Bibel und Menschheitsgeschichte mit der Frage, wie Leben alleine oder in Gemeinschaft ausgesehen hat und was das für das Single-Dasein heute bedeutet. Schließlich werden einige Anregungen genannt, wie Singles diese Krise besser bewältigen können.

Die Idee, einen eigenen Bildungspodcast der Katholischen Akademie einzurichten, entstand aus einer Kooperation mit der Philosophischen Fakultät der TU Dresden, die zum Sommersemester 2020 eine „Digitale Ringvorlesung“ anbietet.

Social Distancing

Welche Auswirkungen hat das Phänomen des Social Distancing? Die Corona-Pandemie brachte über Wochen hinweg diese Erscheinung als besondere Herausforderung für weite Teile der Gesellschaft.

Die Idee, einen eigenen Bildungspodcast der Katholischen Akademie einzurichten, entstand aus einer Kooperation mit der Philosophischen Fakultät der TU Dresden, die zum Sommersemester 2020 eine „Digitale Ringvorlesung“ anbietet.