Mit Gott im Clinch

Shownotes

Vor 40 Jahren starb Fridolin Stier. Bekannt wurde er mit der eigenwilligen Übersetzung des Neuen Testaments. Als Meister des Wortes zeichnete Ihn eine hohe Sensibilität für das Dahinterstehende aus. Es half ihm, die Vereinbarkeit vom unverschuldeten Übel mit der Güte seines Gottes überein zu bekommen.

Jetzt spannt Erich Garhammer mit seinem neuen Buch ein neues Dach über Poesie und Theologie und stellt einen Sprach- und Glaubenskünstler vor, der Meridiane aus Worten gebildet hat. Es sind lebensrettende Wörter, eine Sprache, der Schmerz und Trost eingraviert sind. Von A bis Z reichen die Wörter, von Angst bis Zynismusprophylaxe: damit wird die Podcast-Episode eine Einladung zu einer sprachlichen Entdeckungsreise und eine theologisch-literarische Deutung für elementare Grunderfahrungen des Lebens.

Erich Garhammer (Jg. 1951) studierte in Regensburg Theologie und Germanistik. Nach dem Staatsexamen und dem Diplom begann er seine pastorale Praxis in der Diözese Passau. 1989 promovierte er sich. Als Pastoraltheologe dozierte er ab 1991 in Paderborn sowie von 2000 bis 2017 an der Universität Würzburg. Seine Leidenschaft gilt dem Brückenschlag von der Theologie zur Poesie und der Beschäftigung mit dem Anregungspotenzial der Literatur für die Theologie. Er selbst veröffentlichte u. a. folgende Bücher: „Erzähl mir Gott“ (2018); „Zweifel im Dienst der Hoffnung“ (2011); „Brennender Dornbusch und pfingstliche Feuerzungen. Biblische Spuren in der modernen Literatur“ (2003) sowie „Am Tropf der Worte. Literarisch predigen“ (2000). Im Jahr 2019 bekam er von der Ev.-Theol. Fakultät in Bonn den Predigtpreis für sein Lebenswerk. Berühmte Vorgänger dieses Preises sind: Walter Jens, Kurt Marti oder Norbert Lammert. Garhammer ist Schriftleiter der Zeitschrift „Lebendige Seelsorge“.

Informationen zum neuesten Buch von Erich Garhammer: „Meridiane aus Wörtern: Theo-poetisches ABC“. Echter-Verlag, Würzburg; ca. 150 Seiten; ISBN: 978-3-429-05602-5; ca. 12,90 EUR; Erscheinungstermin: voraussichtlich im März 2021.

Redaktion: Jonas Lietz, Dr. Thomas Arnold und Ramona Plitt; Intro/Outro und technische Umsetzung: Daniel Heinze.

Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Kommentare (1)

Prof. Dr. em. Rüdiger Lux

Herzlichen Dank für diese eindrückliche Erinnerung an Fridolin Stier, der mir seit Jahren treuer Begleiter, Stachel im Fleisch des Denkens und Glaubens, Lehrer des Fragens, Bruder im Zweifel sowie zuverlässiger Begleiter und Wegführer durch die Bibel ist. Seine Übersetzung des Neuen Testaments wie auch der Psalmen ist mir als evangelischem Theologen zu einer wichtigen Hör- und Lesehilfe der Worte und Sprache Israels und Jesu geworden. Sein Hiobkommentar und seine Tagebücher sind ein Ereignis. Man muss Fridolin Stier laut lesen, die Sprachmelodien, Rhythmen, Unterbrechungen, das Zögern und die Wiederaufnahmen hören, um sich durch die Fremdheit vom Reichtum, vom Trost wie auch von der Angriffslust der Bibel packen zu lassen. Danke!

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