Demenz: Ein Thema auch für Kirchengemeinden?
Shownotes
Jedes Jahr erkranken in Deutschland zwischen 350.000 und 450.000 Menschen neu an einer Demenz. Das sind rund 1.000 Fälle pro Tag, hinter denen jeweils ein einzelnes Schicksal, eine Familie, ein Umfeld steht, das seinen Alltag fortan unter sich verändernden Vorzeichen gestalten muss. Demenz ist in einer immer älter werdenden Bevölkerung eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung.
2020 wurde von der Bundesregierung deshalb die nationale Demenzstrategie beschlossen und ein breites Netzwerk aufgebaut. Ziel ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern und Menschen mit Demenz zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ein Teil der Demenzstrategie sind auch die beiden großen Kirchen in Deutschland, die sich verpflichtet haben, Menschen mit Demenz spirituell und religiös zu unterstützen und zu begleiten.
In den hessischen Landeskirchen und Diözesen ist dabei eine besonders wichtige Initiative entstanden. Die Tool-Box „Leben in einer demenzsensiblen Gemeinde gestalten“ besteht aus einem Begleitheft und einem Kartenset. Das Begleitheft führt in die Thematik „Demenz“ ein und stellt grundlegende Informationen bereit. Das 20-teilige Kartenset versammelt praktische Anregungen, Vorschläge zu Veranstaltungsformaten und viele weitere Ideen zum Umgang mit dem Thema „Demenz“ und eignet sich damit ideal, wenn man sich als Kirchengemeinde oder Verein zum ersten Mal mit dem Thema Demenz bei sich vor Ort befasst.
Dr. Sonja Sailer-Pfister ist Theologin und Sozialethikerin und im Bistum Limburg als Referentin für Altenpflegepastoral und Bistumsbeauftragte für Hospizarbeit tätig. Sie leitet das Referat „Lebensalter“ im dortigen Ordinariat und hat an der Tool-Box mitgearbeitet.
Pfr. Christian Wiener ist Referent für Altenseelsorge am Zentrum Seelsorge und Beratung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Darmstadt und war ebenfalls an der Tool-Box beteiligt.
Hinweise
- Die besprochene Tool-Box findet ihr hier verlinkt
- Unter diesem Link findet ihr weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung zu der digitalen Veranstaltung „Hoffnung an Lebensgrenzen“
- Weitere Informationen zu den Abenden unserer Dresdner Reihe „Gut. Und dir?“ sind hier zu finden.
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel Intro/Outro, Schnitt und Produktion: Daniel Heinze
Transkript anzeigen
00:00:00: Man beschäftigt sich mit dem Thema Demenz leider erst, wenn es so weit ist.
00:00:05: Deswegen ist das mit der Essenzillibrisierung in den Gemeinden ja so schwierig, weil man dieses Thema tendenziell eher verdrängt.
00:00:13: Gottesdienste für Menschen mit und ohne Demenz sind vor allem gut – klare Gedanken, kurze Sätze, klare Ansprache!
00:00:20: Und wenn beispielsweise mitten in meine Predigt hineinten, dass es mir durchaus passiert, der Satz kommen kann, hört denn der endlich auf zu reden?
00:00:29: Dann könnte es ja sein, dass andere Menschen das still auch denken.
00:00:35: Nur die Person mit der Demenz ist ein bisschen klarer ausschränkt.
00:00:38: Sie traut sich das?
00:00:39: Ja!
00:00:45: Mit Herz und Haltung
00:00:47: debatten Positionen-Hintergründe zu den Fragen unserer Zeit.
00:00:54: Hoffnungsmomente gegen das Vergessen – was Kirchgemeinden für Menschen mit Demenz tun können.
00:01:04: Herzlich willkommen bei mit Herz und Haltung.
00:01:05: Das ist der Podcast aus der katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, bei uns geht's regelmäßig alle zwei Wochen um die großen Themen aus Leben, Glauben, Theologie und Gesellschaft.
00:01:14: Ich bin Daniel Heinze.
00:01:15: schön, dass ihr dabei seid.
00:01:17: Ihr habt das Thema heute?
00:01:18: Das ist ein großes Thema weil es viele von uns betreffen kann direkt oder indirekt.
00:01:23: Jedes Jahr erkranken in Deutschland zwischen dreihundertfünfzigtausend und vierhundfünfzichttausenden Menschen neu an einer Demenz.
00:01:30: Das sind rund ein tausend Fälle pro Tag, hinter denen jeweils ein einzelnes Schicksal steht.
00:01:35: Und eine Familie beziehungsweise ein Umfeld das seinen Alltag fortan unter neuen Vorzeichen gestalten muss.
00:01:41: Demenz ist in einer immer älter werdenden Bevölkerung eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung.
00:01:49: Die Bundesregierung hat deshalb die nationale Demenzstrategie beschlossen und seitdem wurde ein breites Netzwerk aufgebaut.
00:01:56: Ziel ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern – und Menschen mit dem Demenz zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen!
00:02:05: Ein Teil der Demenz-Strategie sind auch die beiden großen Kirchen in Deutschland.
00:02:09: Die haben sich verpflichtet, Menschen mit Dementz spirituell und religiös zu unterstützen und zu begleiten.
00:02:15: In den Hessischen Landeskirchen und Bistümmern ist dabei eine wichtige Initiative entstanden.
00:02:20: Die Toolbox leben in einer demenzsensiblen Gemeinde gestalten.
00:02:25: Die besteht aus einem Begleitheft und einem Kartenset.
00:02:27: Das Begleitheft führt in die Thematik Demenz ein, stellt grundlegende Informationen bereit.
00:02:32: Und das zwanzigteilige Kartensett versammelt praktische Anregungen, Vorschläge zu Veranstaltungsformaten und viele weitere Ideen zum Umgang mit dem Thema Demenz.
00:02:41: Damit eignet es sich ideal wenn man sich als Kirchengemeinde oder Verein zum ersten Mal mit Demenz bei sich vor Ort befasst.
00:02:47: Dr.
00:02:47: Sonja Seiler Pfister hat an dieser Toolbox mitgearbeitet, die Theologin und Sozialethikerin ist in Bistum Limburg als Referentin für Altenpflegepastoral und Bistumsbeauftragte für Hospizarbeit tätig und sie leitet das Referat Lebensalter im doutigen Ordinariat.
00:03:02: Und ebenfalls an der Toolbox Mit gearbeitet hat Pfarrer Christian Wiener von der Evangelischen Kirche Hessen Nassau.
00:03:07: dort ist der Referent für alten Seelsorger am Zentrum Seelsorge- und Beratung in Darmstadt.
00:03:12: ich freue mich riesig dass Sie beide heute bei uns im Podcast zu Gast sind.
00:03:15: Herzlich willkommen, Frau Dr.
00:03:17: Seiler Pfister und Herr Pfarrer Christian Wiener.
00:03:19: Hallo!
00:03:27: Die Toolbox würde ich gerade gesprochen habe.
00:03:29: die versammelt Essentials zum Thema Demenz und dem Umgang damit in Gemeinde- und Seelsorge.
00:03:34: Warum ist Demenz ein Thema das eigentlich in jeder Kirchengemeinde relevant ist oder relevant sein sollte?
00:03:41: Ja Also Demenz, wie Sie schon anmoderiert haben ist ein gesellschaftrelevantes Thema und unsere Kegengemeinden spiegeln ja den Querschnitt der Gesellschaft wieder.
00:03:53: Und vor allem auch einer älter werdenden Gesellschaft so dass es eigentlich gar nicht sein kann das die Menschen in einer Kirchengemeinde nicht betreffen.
00:04:05: Fakt ist allerdings auch, dass die Menschen, die eine Demenzdiagnose haben, häufig aus unseren Kirchengemeinden verschwinden und nicht wahrgenommen werden.
00:04:16: Deswegen war für die Kirche die Demenzstrategie so wichtig und wir haben eben durch den Toolbox dieses Thema aufgegriffen um ein bisschen niederschwelliger oder die Angst zu nehmen sich eines schwierigen Themen das immer noch sehr tabuisiert ist anzunehmen.
00:04:35: Ich möchte das gerne noch mal auch unterstützen.
00:04:38: Der Mensch ist so eines der großen Tabuthemen und betrifft ja nicht nur über eine Million Menschen in Deutschland selbst, sondern auch deren Zu-und Angehör.
00:04:50: Das heißt es ist kein Randthema und dafür dass es sehr viele Menschen betrifgt und man aber gut mit diesem Thema umgehen kann wenn es viele tragen ist das auch ein Thema von Kirschinger Meinten.
00:05:06: Haben Sie für uns mal vielleicht so ein, zwei Fakten die Ihrer Meinung nach recht unbekannt sind?
00:05:10: Die aber dringend wenn wir über Demenz reden bekannt sein sollten oder in unserem Bewusstsein verankern sollen.
00:05:16: Herr Paravina
00:05:17: Ja also etwas was ganz ganz faszinierend oft ist, dass Menschen wie auch in ihrer Demenz weiter fortgeschritten sind beispielsweise noch gut singen können.
00:05:30: Und ich habe das erlebt, dass Menschen mit mir Kirchenlieder gesungen haben bei denen ich schon bei der zweiten Strophe Textschwierigkeiten hatte und sie alle Strophen der langen Kirchelieder gesunken haben.
00:05:45: Ich auch sehr begeistert zugehört habe.
00:05:48: in dem Moment ... Mit den gleichen Leuten war es nicht möglich beispielsweise ein Gespräch über das Wetter oder über andere Dinge zu führen aber da war eine Verbindung die beide reich gemacht hat, auch in dem Moment.
00:06:01: Wir haben öfter gerade ergänzt und also Gefühle werden auch nicht dement.
00:06:05: Also Menschen können lachen, weinen, Gefühlen zeigen ganz unabhängig von der Demenz und auch weil sie die Lieder angesprochen haben, Menschen was sie ausmacht oder wo sie verwurzelt sind.
00:06:22: so etwas mit Spedotalität wird auch nicht dement.
00:06:26: das bleibt alles
00:06:28: Ich habe es ja eingangs gesagt, eine Demenzerkrankung wenn die in das Leben einer Familie oder eines Umfeldes prallt dann verändert sich ganz viel und ist das eine Schwierigkeit für viele damit umzugehen.
00:06:38: Und es geht auch immer noch mit einem gewissen Scheu einher.
00:06:41: so wir werden wohl den anderen reagieren.
00:06:42: was wird sich alles verändern?
00:06:45: Haben Sie eine Erklärung warum Demenz so ne Krankheit ist die uns schwer fällt mit ihr umzugeben?
00:06:50: und was können da vielleicht Gemeinden tun auch an so ner Art Entabuisierung teilzuhaben oder sich daran zu beteiligen?
00:06:57: Also das war ja genau die Idee dieser Toolbox.
00:07:01: Mit so einer Diagnose ist nichts mehr, wie es war für viele Menschen und die häufigste Reaktion ist leider dass viele eben sich schämen weil sie nicht mehr alles wahrnehmen.
00:07:18: Sie ziehen sich mit zurück und die Toolbox war die Idee, niederschwellig dieses Thema den Menschen näher zu bringen.
00:07:30: Also mit Sachen wie Filmen zum Beispiel oder mit Gesprächsangeboten oder damit man vermittelt ist es eigentlich erst bei einer... ganz normal, soweit es noch sein kann.
00:07:44: Aber auch dass das ein Thema ist, das gesellschaftlich alle betrifft und es besser eben in Beziehung zu bleiben wenn's irgendwie möglich ist als sich zurückzuziehen.
00:07:56: also das war die Idee erst mal diese Toolbox eben dieses Thema überhaupt ins Bewusstsein zu bringen.
00:08:04: Und Schram und Unsicherheit, das sind zwei Elemente die sehr stark sind.
00:08:13: Also sowohl die Angehörigen prägen als auch die Menschen, die selbst merken.
00:08:19: plötzlich verhalten sich andere irgendwie anders und es ist so merkwürdig oder aus Sicht der Menschen mit dem mann sich bin fremd kann mich gar nicht mehr einordnen.
00:08:31: Das sind alles so Faktoren, wo wir gesagt haben, wenn wir niederschwellig versuchen das Thema Demenz und den Umgang von Menschen mit Demenz oder ohne Demenz, dann versuchen, dass du ein bisschen ins Licht zu und ins Bewusstsein zurück, damit wir ganz viel gewonnen haben.
00:08:50: Jetzt habe ich als Gemeinde das Thema für mich identifiziert Und bin jetzt ready und will das Thema in die Gemeinde bringen.
00:09:02: Beschreiben Sie uns doch mal ganz praktisch, welche methodischen und inhaltlichen Empfehlungen sie geben um dieses Thema irgendwie ich sage mal auszurollen?
00:09:09: Das ist ja auch nichts wo man dann sagt es wird ein lustiger Gemeinderabend sondern es ist ja wahrscheinlich recht komplex eine Sensibilität für das Thema zu schaffen oder?
00:09:17: Also wir haben einerseits das Angebot auch die Gemeinden dabei zu unterstützen also wir sind in der Agil-Demenz Menschen aus verschiedenen Kontexten mit dem Thema schon auseinandergesetzt haben, die verschiedene Motivmethoden ausprobiert haben und den Gemeindeben anzubieten.
00:09:35: Wir lassen euch nicht allein helfen euch dabei?
00:09:39: Und auch noch mal zu gucken was denn in der Gemeinde sinnvoll ist ob das jetzt also eine super Idee von uns war zum Beispiel Demenzlotsen auch auszubilden Also Leute die dann für dieses thema sensibilisiert sind auch ein bisschen anweizen oder dafür stehen und die auch zu unterstützen.
00:10:02: Es kann einfach nur sein, überhaupt mal zu gucken in der Gemeinde wen betrifft es eigentlich?
00:10:10: Also normalerweise tauchen sie erst einmal nicht auf und zu gucken wer denn in unserer Gemeinde pflegebedürftig geworden ist oder hat mal wahrzunehmen, wer denn eigentlich fehlt?
00:10:23: Oder besuchstienstes sind immer eine ganz gute Methode.
00:10:30: Oder auch zu gucken welche Gruppen haben ich dann in der Gemeinden?
00:10:33: mal einen Infoabend oder auch mich zusammen zu tun mit der Alzheimer Gesellschaft und anderen Kooperationspartnern die sich Thema beschäftigen.
00:10:45: Also da muss ein bisschen auf dem Kontext gucken, was für eine Gemeinde einfach angebracht oder sinnvoll auch ist.
00:10:53: Diese Demenzlotzen das könnten dann Menschen aus den Gemeinden sein die einfach sagen ich lass mich von ihnen befähigen und ein bisschen sensibler hinzuschauen als dass andere vielleicht können?
00:11:01: Genau so ist es gedacht.
00:11:03: also Menschen aufgeschlossen sind oder sich darauf diese Thematik einlassen, was ich dazu sagen muss.
00:11:10: Es ist nicht ganz einfach, solche Menschen zu finden.
00:11:13: also es ist nicht so dass da Mengen an Menschen auf uns zukommen die dann sagen demenzlose des Wehrs aber zumindest ein Angebot zugestalten um Möglichkeiten zu eröffnen.
00:11:25: Eine andere Möglichkeit ist, wir werden beispielsweise einen Gottesdienst gestalten mit einem Film zum Thema Demenz.
00:11:32: Wir haben auch Filmpforschläge gemacht und Demenz – das ist auch eine sehr gute Möglichkeit da mit den Menschen ins Gespräch zu kommen oder ein bisschen Inhalt zu vermitteln oder ich habe hier vor mir liegen.
00:11:51: Partner bei der Erstellung, der Toolbox Demenz ist das bis zu Mainz.
00:11:56: Und dort gibt es eine Plakate hier nicht viel.
00:12:00: Das muss ich jetzt natürlich für unsere Podcast-Hörer ganz kurz mal beschreiben.
00:12:03: Halt das Bild nochmal kurz hoch!
00:12:04: Ja?
00:12:05: Der Herr Farrer Wiener hält gerade ein Bild nach oben wo ich einen Menschen sehe der sich die Schuhe zu schnürt richtig?
00:12:11: Ja und da steht ein Text oben heute bekomme ich den Schuh wieder nicht zu.
00:12:19: Und unten steht der Satz, Menschen mit Demenz vergessen die Abläufe von Alltagstätigkeiten.
00:12:26: Das ist eine Plakatreihe und die lässt sich ganz niederschwellig an vielen Orten aufhängen.
00:12:33: Die kann man aus der Toolbox heraus, da ist ein Link, kann man sich kopieren auf diese Weise einsetzen.
00:12:40: Und wenn die natürlich im Gemeindekontext irgendwo rumhängen, diese Plakate dann schaffen dir erstmal so eine Sensibilität überhaupt für das Thema?
00:12:46: Ja genau!
00:12:47: Das Thema ist einfach da ohne dass irgendjemand ein Wort gesagt hat oder es einen klugen Vortrag dazu gibt.
00:12:54: Nun gibts in der Bibel besonders im Alten Testament, im Ersten Testament ne Menge Geschichten und Motive rund ums erinnern und rund um die Sorge als Gottesvolk oder als einzelner Gläubiger in Vergessenheit zu geraten.
00:13:07: Gibt es vielleicht Texte aus diesem Schatz der Bibel, die sich bei dem Thema Demenz und nach ihrer Erfahrung besonders gut nochmal neu lesen oder interpretieren lassen?
00:13:15: Wenn man vielleicht auch biblisch mal sich dem Thema nähern möchte.
00:13:18: Ja!
00:13:19: Und zwar... Der ganz grundlegende Text steht eigentlich ganz am Anfang der Bibeltas eben der Menschslach also Gott als Gottes Ebenbild geschaffen ist.
00:13:30: Das betrifft jeden Menschen und das hallen Menschen mit Demenz natürlich genauso wenig raus wie jeder andere.
00:13:38: Umgang miteinander und mit dem Thema Demenz ist tatsächlich in winzig Spuren sogar auch in der Bibel zu sehen, im Buch Jesusirach.
00:13:51: Da wird der Sohn ermahnt, die Kinder ermahmt ihre alten Eltern mit Respekt zu behandeln – so heißt es da wenn sie kindisch geworden sind!
00:14:05: Also da kann man vermuten, dass da so etwas wie eine Demenz dahinter steht.
00:14:12: Und der Hintergrund ist immer auch das Menschen egal welchen Alters untereinander mit würde sich begegnen und sich eben als Gottes Volk in dem Fall auch
00:14:26: verstehen.".
00:14:27: In der Vorbereitung zu unserem Gespräch habe ich gesehen, oder dass die angeboten werden, oder dass man da erste Gehversuche macht.
00:14:37: Und ich würde mal interessieren, worauf kommt es denn in der Liturgie?
00:14:41: Also im Gottesdiensten bei Menschen mit Demenz und mit ihren Familien besonders an.
00:14:44: Was zeichnet dann einen Gottesdienst oder eine liturgische Handlung aus, die eben dementssensibel gestaltet ist?
00:14:52: Frau Seiler Pfister!
00:14:53: Also grundsätzlich ist das schon mal ne Frage... also alle Menschen sind zu einem Gottesdient eingeladen mit und ohne Demenz.
00:15:04: Einerseits geht es grundsätzlich um eine Haltung.
00:15:08: Alle Beteiligten, vor allem auch die Menschen, die diese Liturgie gestalten sich bewusst zu machen wie gerade wir in der Bibel gelesen haben alle haben die gleiche Würde.
00:15:19: Der Mensch ist Gottes eben Bild und deswegen sind auch alle Menschen eingeladen.
00:15:28: Es ist auch noch mal die Haltung, dass man den Menschen nicht auf diese Demenz reduziert sondern auch die Ressourcen und Fähigkeiten wahrnimmt, die die Menschen haben.
00:15:38: Deswegen ist es sehr sinnvoll bei solchen Veranstaltungen nicht so kognitiv zu arbeiten sondern vielleicht mit Symbolen und mit einfacherer Sprache und Texte was ganz verblüffend ist.
00:15:54: viele Menschen Demenz und auch ihre Angehörige kennen ja Bibel-Texte.
00:16:01: Also im Osten ist es vielleicht noch ein bisschen anders als bei uns, aber diese bekannten Lieder... also wichtig ist jetzt da keine hochtheologischen abstrakten Bredigten zu halten sondern die Menschen in ihrer Lebenswelt abzuholen und sie in den Mittelpunkt zu stellen.
00:16:18: das würde ich jetzt so ganz grundsätzlich mal sagen.
00:16:21: Und vielleicht ist es ja auch ganz schlau dass man auch das Thema Demenz nicht allzu groß drüber schreibt sondern sich irgendwie eher subtiler dem Thema nähert als zu sagen, es geht jetzt hier um was Schweres Großes oder?
00:16:31: Genau.
00:16:32: Und auch so Unterbrechungen ganz natürlich auch anzunehmen.
00:16:39: also wenn ich dann merke ist mit Unruhig, dann macht man mal eine Bewegung oder geht auf diese Unterbrechnungen auch ein oder sagen wir noch ein Lied.
00:16:49: Also einfach da sein für den Moment und Menschen zeigen dass man sich einfach wertschätzt wie sie sind.
00:16:56: Ich würde das sogar noch zuspitzen.
00:16:58: Ich würde sagen, Gottesdienste, die gedacht sind für Menschen mit und ohne Demenz, sind für alle gut!
00:17:06: Und da geht es um so ganz einfache Dinge wie klare Gedanken, kurze Sätze, klare Ansprachen.
00:17:13: Wenn beispielsweise Micken in meine Predigt hinein – das ist mir durchaus passiert – der Satz kommt, wann hört denn der endlich auf zu reden?
00:17:25: könnte es ja sein, dass andere Menschen das still auch denken.
00:17:30: Nur
00:17:31: die Person mit der Demenz, das ein bisschen klarer ausspricht... Die
00:17:34: traut sich das!
00:17:35: Ja?
00:17:36: Es traut sie und es ist ja auch ein Hinweis.
00:17:40: Und meine Erfahrung damit ist wenn ich dann sage, ich habe noch einen Gedanken, dann singen wir wieder, dann ist es auch erledigt.
00:17:50: Wenn ich das übergehe, dann escalieren's.
00:17:52: aber es ist eigentlich ganz einfach.
00:17:55: Ein Ritual, in der die Zuwendung Gottes zu erkrankten Menschen besonders deutlich wird ist in der katholischen Kirche das Akrament der Krankensalbung.
00:18:05: Welches Potenzial hat es gerade auch für Menschen mit Demenz?
00:18:09: Ja also Menschen, die noch kirchlich sozialisiert sind.
00:18:14: Das heißt für sie ist es eine Stärkung und für sie ein ganz starkes Symbol dass sie Teil der Gemeinschaft sind und dass Sie ganz wertvoll sind.
00:18:26: Und Krankensalbung hat sich ja lange dieser begriffletzte Ölung gehalten, das ist es gar nicht.
00:18:33: Seitdem soweit ein vadekanischer Konzil ist eine Salbung, ist es eine Stärkung auf dem weiteren Weg.
00:18:40: Das ist gerade für Menschen mit Demenz ein ganz steiges Zeichen, gestärkt werden, auch von ihrer Kirche.
00:18:51: Und deswegen ist Krankensalbung oder überhaupt Rituale.
00:18:57: Es muss in der Begleitung von Menschen mit den Menschen eine ganz wichtige Dimension.
00:19:04: Herr Pfarrer-Wiener gibt es vergleichbare Rituaale im evangelischen Kontext?
00:19:09: Ja!
00:19:10: Es gibt die Möglichkeit bei uns zu salben.
00:19:13: Das ist durchaus nicht selten und wichtig.
00:19:17: Menschen eben auch, und das wieder trifft für Menschen ohne Demenz zu.
00:19:22: Sie auch zu berühren also emotional zu berühren Und auf dieser Weise Das erlebe ich oft beim Streichen eines Segens oder meinen erfahren eines segens dass ist ein ganz
00:19:37: intensiver
00:19:38: moment auch der Ganz intensiver spiritueller moment.
00:19:42: auch
00:19:44: und haben wir die ganze zeit gesprochen von dem mens als einer krankheit die vor allem hoch betagte Menschen betrifft und was angeht, beziehungsweise ihr Umfeld.
00:19:53: Aber manchmal schleicht sich diese Krankheit jedoch ja auch schon früher ins Leben mancher Menschen?
00:19:57: Welche Beobachtungen, die wir da gerade so besprochen haben, treffen in diesem Fall zu?
00:20:01: oder was gibt es da vielleicht besonders zu beachten wenn ein jüngerer Mensch Dement wird?
00:20:06: Jehohe Dementen betreffen oft ganze Familienverbände, die noch einmal anders sind.
00:20:12: Und das kommt in der Regel unerwartet.
00:20:15: bei frühen Dementzen also... Wenn Menschen jünger als fünfundsechzig sind, dann ist es eine sogenannte junge Demenz.
00:20:24: Stehen manchmal noch im Berufsleben und haben manchmal auch andere Familien beispielsweise noch jüngeren Kindern.
00:20:35: Und ich glaube die Gesellschaft noch weniger darauf vorbereitet, dass jüngere Menschen an einer Demenz so erkranken können.
00:20:44: Dass ihre Alltag, die in der Alltag auch nicht mehr bewältigen können.
00:20:50: Ich glaube das dieses veränderte Lebensumfeld ist sehr stark berücksichtigt werden muss.
00:20:57: für alte Menschen mit einer Demens sind beispielsweise Senioreneinrichtungen, stationäre SenioreNeinrichtung gut aufgestellt.
00:21:07: für jüngere Menschen mit einer der Mensch, die ja ein ganz anderes Lebensunzähl und ganz anderer Lebensassar da auch beispielsweise ganz andere Musik hören.
00:21:17: Da braucht es nochmal einen ganz speziellen Blick und es braucht noch eine ganz andere und intensive Unterstützung der Zukunft angehören.
00:21:26: Ja vielleicht soll ich das auch nochmal sagen dafür zu sensibilisieren ist es nochmal ein Stück.
00:21:34: Ich bin nicht sagen schwieriger, aber man muss da wirklich auch... Also man hat natürlich die Vorstellung von Menschen mit Demenz das sind ja Statistik auf so hochartig hin.
00:21:45: Aber auch wahrzunehmen dass es jüngere Menschen treffen kann.
00:21:50: Das ist nochmal ein Schritt der Sensibilisierung und worauf ich auch noch mal hinweisen will.
00:21:59: Die Kirchen vor allem auch die katholische wir haben Auch Demenzberatungstellen, die dann tatsächlich da noch mal sehr speziell unterstützen und auch beraten.
00:22:09: Und ich denke solche Netzwerke sind dann für solche Menschen auch noch extrem wichtig.
00:22:16: Helfen diese Beratungsstellen dann auch in einem präventiven Kontext?
00:22:20: Wir haben uns nämlich gefragt bei Volkskrankheiten generell und bei Demenz ist es ja auch wichtig das Thema Prävention mit zu bedenken und vielleicht gibt's da ja auch Aspekte... wie die Kirchen oder die Gemeinden vor Ort da ihren Beitrag leisten könnten.
00:22:33: Und das sind ja vielleicht die Beratungsstellen durchaus auch eine Anlaufstelle, oder?
00:22:36: Also Prävention denke ich ist nochmal ganz, ganz wichtig und eine große Herausforderung.
00:22:45: Was wir halt festgestellt haben – und das ist auch einer der großen Hürden – beschäftigt sich mit dem Thema Demenz leider erst wenn es so weit ist Also das heißt, sprich wenn jemand in der Familie betroffen ist.
00:22:58: Deswegen ist es mit diesen Celebrisierungen im Gemeinden ja so schwierig weil man dieses Thema tendenziell eher verdrängt.
00:23:06: also was wir natürlich gerade in vielen Bereichen des Unionarbeit aufmachen ist natürlich Elemente der Gedächtnis-Training oder auch schon alleine dass wir Menschen zusammenbringen.
00:23:21: Also Einsamkeit unter anderem ein Risikofaktor für Demenz, arbeiten natürlich Kirchengemeinden oder Formate die Menschen in Beziehung bringen und Menschen auch in Bewegung bringen.
00:23:36: Also bei uns ist ja auch der hessische Sportbund mit Beteiligt.
00:23:40: also alles was was Menschen aktiviert ist ja stückweit präventiv aber wie gesagt es de facto so, dass man sich mit solchen, also mit Demenzen beschäftigt wenn es einem betrifft.
00:23:56: Aber ist natürlich auch so das demenzen Prozess ist.
00:24:00: Das heißt von der Diagnose bis hin die Demenz stark ist sind sie auch unterschiedliche Schritte und wünschenswert wäre dann dagegen oder einiges... einige Angebote zu schaffen an der Beginnenden Demenz, also um zu verhindern dass die Menschen sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen.
00:24:22: Aber das ist ein schon dicke Blätter zum bohren.
00:24:25: Mir ist es ganz wichtig, dass Präventionen werden ja oft ganz medizinisch.
00:24:30: Das heißt, dass da Medikamente entwickelt werden, die eine Demenz am besten im besten Falle heilen was definitiv moment nicht zu erwarten ist oder zumindest einen Verlauf hinauszülern.
00:24:43: Wichtig ist aber, dass es ganz viele Möglichkeiten gibt.
00:24:46: Biografiarbeit, soziale Kontakte natürlich auch eine gewisse lebensgesunde Lebensführung.
00:24:55: Aber das ganz viele möglichkeiten gibt sich aktiv zu halten.
00:24:59: Sport zu treiben beispielsweise also der hessische Sportbund hat ein guter schönes Programm entwickelt, das auch in der Toolbox benannt wird wo's einfach darum geht um Bewegungsabläufe zu trainieren.
00:25:12: All diese Dinge sind ganz, ganz wichtig in der Prävention.
00:25:16: Und was auch wichtig ist, dass sie das unterschiedliche Stellen zusammenarbeiten.
00:25:22: Sie haben die Kirchen angefragt aber es sind die Kirchens, es ist die Diakomie, es isst die Paritas Es ist der Landessportbundes, das ist die deutsche Alzheimer-Gesellschaft Es ist die Vernetzung wie es nahezu in jedem Landkreis wo in jeder Kommune gibt.
00:25:38: also dieses System mitzudenken Das ist auch bei der Prävention ganz wichtig.
00:25:44: Und da gibt es durchaus andere gesellschaftliche Player, sage ich mal die da schon weiter sind als womöglich die Kirchen vor Ort?
00:25:52: Ja also für die deutsche Alzheimer-Gesellschaft würde ich das auf jeden Fall blittieren weil das ist natürlich eine spezielle Organisation die sich mit dem Thema sehr enerzisch beschäftigt und auf allen Ebenen auch tätig ist, also nicht nur auf Bundesebene sondern auch in den Kommunen.
00:26:10: Also das ist so was wie der Fachverband und von denen kann man sich dann auch inspirieren lassen und Kooperationen mit der Alzheimer-Gesellschaft sind da sehr nützlich.
00:26:22: Und es gibt ja auch in der politischen... im politischen Bereich ganz verschiedene Initiativen.
00:26:28: Da gibt es lokale Initiative, also lokale Demenzallianzen bis hin zur nationalen Demenzstrategie.
00:26:38: Also auch da ist ein ganz zweites Feld wo ganz unterschiedliche Akteure unterwegs sind wie einen eher theoretisch die anderen eher wissenschaftlich die dritten sehr praktisch.
00:26:52: all das ist miteinander verbunden Und nichts davon ist Selbstzirk.
00:26:56: Ich
00:26:57: würde gerne noch mal auf die nächsten Angehörigen zu sprechen kommen, wir hatten sie gerade bei den jüngeren an demenz erkrankten Menschen.
00:27:04: aber es ist ja ganz grundsätzlich so dass neben den Erkrankten die nächsten angehörigen die Hauptlast in so einer Situation mittragen und das tun Sie oft im Stillen.
00:27:12: Was können denn Kirchengemeinden tun um diese Familien dieser Menschen zu unterstützen?
00:27:17: Worauf kommt's bei der pastoralen Begleitung an also bei der Erkrankung zum einen und im Umfeld aber auch dann wenn vielleicht ein Mensch gestorben ist, der dement war?
00:27:26: Ja also eine Dasein für die oder wie ich schon bereits gesagt habe.
00:27:34: Ist es nicht ganz so einfach.
00:27:37: an die Angehörigen, die zu identifizieren sage ich mal so weil sie doch auch als Arsene sich stark belastet.
00:27:46: Also die Zeitressourcen von pflegenden Angehörtigen gerade mit Demenz sind sehr kriegen weil sie oft auch sehr viel selber mit sich ausmachen und die Last selber tragen.
00:28:02: Aus diversen Gründen, die wir bereits genannt haben.
00:28:04: also das ist auch so eine Aufgabe, die die Gesellschaft, also die Kirchen können ihren Beitrag heißen.
00:28:10: aber wie gesagt momentan ist es oft so dass diese Angehörigen viel mit sich selbst ausmachen.
00:28:16: Die Demenzberatung stellen Die von Unterstützung, das ist tatsächlich die Anlaufstelle, wo Angehörige am Ersten hingehen.
00:28:26: Für eine Gemeinde, also jetzt wenn ich mal auf unsere Gemeindelandschaft sehe, die natürlich auch aufgrund der mangelnden Ressourcen immer größer werden wäre es natürlich wichtig die Beziehungen zu solchen Menschen aufrechtzuerhalten oder überhaupt zu wissen dass es solche pflegenden Angehörigen gibt und das ist schon eine Riesenaufgabe, die natürlich in funktionierenden Sozialstuttern besser funktioniert als in anonymen Kirchengemeinden.
00:28:54: Also diese Tendenz haben wir auch.
00:28:59: Dann sehe ich sorgliche Begleitung.
00:29:01: wäre es eine Möglichkeit diesen Angehörtigen zu stützen und zwar schon im ganzen Prozess denn diese Angehörigen gehen ja auch durch verschiedene Trauerstufen.
00:29:15: Also man spricht da mittlerweile so ein Begriff, der sich in der Debatte festsetzt ist so weise Trauer das heißt sie erleben ihren Angehörtigen immer der wird defizitärer sag ich mal oder die schwindenden die Fähigkeiten das heißt es sind häufig mehr Retteln Etappen des Abschied nehmens.
00:29:37: Und da ist sehsorgliche Begleitung ein wichtiger Zugang zu diesen Angehörigen, wenn man den habt.
00:29:47: aber es ist halt auch die Frage in welchem Umfang man das leisten könnte?
00:29:51: Es wird bildend teilweise auch ehrenamtlich dafür aus oder auch ja sofern hauptamtliche Sehsäugende eben noch Ressourcen haben sagen wir mal soweit
00:30:04: und Es ist ein ganz langsamer und auch immer wieder neu beginnender Prozess, Menschen zu sensibilisieren für dieses Thema.
00:30:14: Das heißt zu versuchen dass die Angst- und die Schamschwelle sinken.
00:30:20: Das heisst wahrzunehmen das Angehörige belastet sind und da auch konkrete Angebote zu machen.
00:30:28: Beispielsweise kann es ja sein, dass jemand der ganz regelmäßig zum Engeren Kreise einer Kirchengemeinde gehörte plötzlich nicht, der im Gottesdienst ist.
00:30:38: Und da dann einfach mal nachzudem nachzugehen und in der Gemeinde vielleicht einen Raum zu schaffen, der für Menschen mit und ohne den Mensch angstfrei ist wo nichts peinlich ist, wo einfach die Sicherheit ist.
00:30:55: hier sind Menschen können miteinander umgehen auch mit den Menschen, mit dem Mensch In der einzelnen Sorge in meinen Augen außerordentlich wichtig, die Angehörigen und Zugehörige im Weg zu halten.
00:31:11: Die dann erleben das beispielsweise der Ehepartnerin sich in ihrem Verhaltengrund liegend ändert.
00:31:19: Und diese Partnerschaft plötzlich aus dem Fugengerät so wie sie früher war... Dieser Begriff weiße Trauer.
00:31:32: Aber trotz allem sind sie sehr... Ja, sind Sie sehr angegriffen und es ist eine sehr schwierige Zeit auch für diese Mensch?
00:31:43: Ich möchte Sie zum Schluss bitten mit mir gemeinsam in eine Glaskugel zu gucken – eine Kristallkugel!
00:31:48: Und wir schauen mal so zehn Jahre nach vorn.
00:31:51: Wir haben das Jahr zwartausend, sechsunddreißig.
00:31:53: Und wo sollten wir idealerweise als Gesellschaft stehen, wenn es um das Thema Demenz geht.
00:32:00: Was ist vielleicht so die idealerweise beste Veränderung, die in den nächsten zehn Jahren bei dem Thema passieren könnte?
00:32:06: Herr Pfarrer-Wiener.
00:32:07: Dass wir keine Veranstaltungen mehr haben, die den Oberbegriff Demenz sensibel haben, sondern dass das ganz selbstverständlich ist, dass Mensch mit und ohne Demenz da sind.
00:32:19: Frau Dr.
00:32:20: Seiler Pfister Sie haben gelacht bei der Antwort, das teilen sie?
00:32:23: Ja dann kann ich mich... vollständig anschließen, weil mir gerade auch noch so eingefallen ist unsere Sprachlichkeit.
00:32:36: Weil Demenz Gottesdienste ist ja ein Tabu-Wort.
00:32:39: Gottesdienst für Menschen mit und ohne Demenz hört sie auch nicht besonders ...
00:32:43: Ein Wortmonster her!
00:32:44: Vergiss mein ich, Gottesdientse sind auch nicht so... Also das heißt dass es ganz selbstverständlich wäre, es sind alle eingeladen und wir haben eine inklusive Gesellschaft und eben wir nehmen uns gegenseitig wahr als Menschen und nicht die Demenz an sich sondern als Personen.
00:33:04: Das wäre mein Wunsch.
00:33:06: Vielen herzlichen Dank für diese Ausführungen.
00:33:08: und ja auch ein spannender Gedanke, dass man wenn wir das Thema Demenz in Worten nicht überbetont vielleicht dadurch eine Selbstverständlichkeit schafft die irgendwie allen hilft und auch das Thema breiter streut oder vielleicht auch ein bisschen im besten Sinne alltäglicher und normaler macht.
00:33:20: Herzlichen Dank for dieser Ausführung Frau Dr.
00:33:22: Seiler Pfister.
00:33:23: Herr Pfarrer Christian Wiener schön, dass Sie bei uns waren.
00:33:25: Ja herzliche Dank!
00:33:27: Danke schön.
00:33:35: Mehr zum Thema Dements hält also die heute besprochene Toolbox bereit die ihr unter anderem über das Bistum Limburg bestellen könnt.
00:33:43: Den Link dazu findet ihr bei uns in den Show-Notes, also im Begleittext zur heutigen Folge.
00:33:48: Darüber hinaus leg ich euch gerne noch zwei thematisch verwandte Angebote ans Herz, die das Veranstaltungsprogramm der katholischen Akademie in den kommenden Wochen bereithält.
00:33:55: Am siebten November von neununddreißig bis dreizehn Uhr lädt die digitale Reihe Durchblick Liturgie dazu ein unter dem Titel Hoffnung an Lebensgrenzen, besonders das Sakrament der Krankensalbung.
00:34:06: Die Begräbnisfeier und Formen des Totengedenkens rund um alle Heiligen zu blicken.
00:34:10: Mit dabei für den Blick auf theologische Hintergründe und gelungene Beispiele.
00:34:13: vor Ort sind deshalb wieder drei spannende Gäste aus der Praxis und Professor Doktor Marco Benini vom Deutschen Liturgischen Institut als Referent.
00:34:20: Alle Abende unserer Dresdner Reihe Gut und Dir zum Thema seelische Gesundheit ab dem dritten November in den kommenden Wochen sind ebenfalls in den Show Notes verlinkt.
00:34:29: Gerne wollen wir von euch jetzt hören, welches gelungene Beispiel wie das Thema Demenz aufgegriffen werden kann.
00:34:34: gibt es vielleicht bei euch vor Ort?
00:34:36: oder welche Frage ist heute noch offen geblieben?
00:34:37: Schreibt uns gerne unter lebendig-akademisch.de oder kommentiert auf Facebook oder Instagram Und wenn euch unser kleiner Podcast hier gefällt, dann lasst gerne eine gute Bewertung da.
00:34:48: Lasst ein paar Sterne regnen bei Spotify oder Apple-Podcasts und empfehlt uns vor allen Dingen bitte weiter an Freundinnen und Bekannte!
00:34:54: Das hilft uns sehr.
00:34:55: vielen Dank für eure Unterstützung.
00:35:02: An der heutigen Folge mitgearbeitet haben Emily Siegel, Jonathan Burger und ich Daniel Heinze.
00:35:07: Danke fürs Zuhören Tschüss und bis zum nächsten Mal.
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