Mode und Lifestyle in der Bibel

Shownotes

Mit den wärmeren Temperaturen ist inzwischen auch die Hochzeitssaison wieder angebrochen: Und wer eine Einladung erhalten hat, steht mitunter vor der Frage: Wie werfe ich mich am besten in Schale? Soll ein neues Kleid oder ein neuer Anzug her oder genügt Bewährtes aus dem Kleiderschrank? Welche Ohrringe passen am besten zum Outfit? Fliege, Krawatte oder doch lieber leger? Bei solchen festlichen Anlässen fällt besonders ins Augenmerk, was auch sonst unseren Alltag prägt: Wir Menschen stecken in den allermeisten Fällen erst dann richtig gerne in unserer Haut, wenn unsere Kleidung, Schmuck und vielleicht auch Make-Up und Kosmetik zu unserer Tagesform und dem, was der Tag für uns bereithält, passen.

Zu biblischen Zeiten war dies wohl kaum anders: Vielmehr spiegeln sich in den biblischen Schriften und in archäologischen Funden aus dem antiken Palästina noch heute die Schönheits- und Modeideale der damaligen Zeit. Die Redaktion der Zeitschrift „Welt und Umwelt der Bibel“ hat dem Thema deshalb jüngst ein sehr zu empfehlendes Themenheft gewidmet. Mit der verantwortlichen Redakteurin Berenike Jochim-Buhl haben wir in dieser Folge den Zeitsprung rund 2.000 Jahre zurück ins biblische Palästina gewagt und mit ihr über allerlei feine Stoffe, Zierrat und antike Beauty-Tipps gesprochen.

Dr. Berenike Jochim-Buhl studierte Katholische Theologie, Latein und Philosophie in Tübingen und Rom. Von 2015 bis 2024 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen und promovierte dort zur Figur der Frau Lots und ihrer Auslegungs- und Rezeptionsgeschichte. Seit 2024 ist sie Referentin im Katholischen Bibelwerk e.V. mit einem Schwerpunkt in der Redaktion „Welt und Umwelt der Bibel“.

Hinweise

  • Das ganze Heft von „Welt und Umwelt der Bibel“ rund um „Haartracht, Schmuck und prächtige Kleider“ findet ihr hier
  • Unter diesem Link findet ihr auch alle anderen Ausgaben der Zeitschrift und die Möglichkeit ein Abonnement abzuschließen.
  • Weitere Infos sowie die Möglichkeit zur Anmeldung und Teilnahme an dem Projekt „275 Stimmen“ vom 4. bis 8. Juni 2026 bei dem die ganze Bibel in 72 Stunden gelesen wird, findet ihr unter diesem Link

Interview: Daniel Heinze Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel Intro/Outro, Schnitt und Produktion: Daniel Heinze

Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Transkript anzeigen

00:00:00: Die, die auf dem Feld am meisten gearbeitet haben, hatten nur einen kleinen Handschurz an.

00:00:06: Je länger dieses Kittelkleid wurde, desto vornehmerbar der Mensch.

00:00:11: Der, der als Aufseher an der Seite saß, hatte dann einen langen Rock.

00:00:19: Mit Herz und Haltung debatten Positionen-Hintergründe zu den Fragen

00:00:24: unserer

00:00:25: Zeit.

00:00:35: und Kleider im Alten Orient.

00:00:41: Herzlich willkommen bei mit Herz und Haltung eurem Mode-Podcast der katholischen Akademie des Bistums Dresden.

00:00:46: Meißen, ich bin Daniel Heinzer.

00:00:48: Hallo!

00:00:56: Jetzt mit den wärmeren Temperaturen läuft ja inzwischen auch wieder die Saison für große Feste, wie zum Beispiel Hochzeiten.

00:01:01: Und alle, die für so ein Event eine Einladung kriegen, stellen sich automatisch die Frage nach, wie werfe ich mich da am besten ins Schale?

00:01:08: Soll vielleicht ein neues Kleid oder neuer Anzug her- oder genügter Bewertes aus dem Kleiderschrank?

00:01:13: Welche Ohrringe passend zu welchem Outfit, Fliege, Krawatte oder doch lieber Leger und so weiter... Bei solchen festlichen Anlässen merkt ihr besonders was auch sonst unseren Alltag prägt!

00:01:24: Wir Menschen stecken in den allermeisten Fällen erst dann so richtig gern in unserer Haut, wenn unsere Kleidung, Schmuck oder vielleicht auch Make-up und Kosmetik zu unserer Tagesform passen.

00:01:33: Und zudem was der Tag für uns bereithält!

00:01:36: Und wisst ihr was?

00:01:37: Das war vermutlich schon zur biblischen Zeit so... In den biblisch schriften und den archäologischen Funden aus dem antiken Palestina spiegeln sich noch heute die Schönheits- und Modeideale der damaligen Zeit.

00:01:49: Das Team der Zeitschrift Welt und Umwelt der Bibel hat diesem Thema jüngst ein ganz tolles Themenheft gewidmet.

00:01:55: Und bei mir heute zu Gast ist die für diesen Mode-Deep Dive verantwortliche Redakteurin, Berenike Jochem Buhl.

00:02:02: Und gemeinsam wagen wir gleich einen Zeitsprung rund zweitausend Jahre zurück ins biblische Palestiner und sprechen über allerlei feine Stoffe, Zierrat und antike Beauty Tips!

00:02:12: Dr.

00:02:12: Berenike Jochim Buhl hat Theologie, Latein und Philosophie in Tübingen und Rom studiert.

00:02:17: Sie war bereits wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Altes Testament der katholisch-theologischen Fakultät Tybingen.

00:02:24: Und seit Jahrzehntausend vierundzwanzig arbeitet sie beim Katholischen Bibelwerk das unter anderem eben die Zeitschrift Welt und Umwelt der Bibel herausgibt.

00:02:31: Freut euch also auf ein wahnsinnig schicken und total modischen Podcast!

00:02:35: Hallo und herzlich willkommen bei mit Herz und Haltung Frau Doktor Jochem Buhl.

00:02:39: Hallo, Herr Heinz.

00:02:40: Herzlichen Dank für die Einladung!

00:02:41: Ich freue mich.

00:02:49: Für die Arbeit an diesem Themenheft sind Sie ja tief in die Kulturgeschichte des biblischen Palästinas eingestiegen.

00:02:55: Welches Artifakt oder welcher antike Beauty-Tipp hat es Ihnen dabei besonders angetan?

00:03:00: Ja das ist gar nicht so einfach zu beantworten weil natürlich das Thema Mode und Fashion an sich schon unglaublich viel gestaltig ist und das betrifft auch das Thema im Bereich Bibel und Antike.

00:03:12: ich würde sagen aus dem Heft würde ich so ein konkretes Piece nennen und dann was bisschen Allgemeineres.

00:03:20: Bei Fashionfragen mag ich gerne Statementstücke, also Dinge die so ein schlichtes Outfit irgendwie aufpimpen, die etwas Besonderes in Highlights sind.

00:03:29: Die einen

00:03:29: Statements setzen sozusagen?

00:03:30: Genau!

00:03:32: Und da habe ich im Prinzip zwei Sachen.

00:03:34: Einmal gab es einen wunderschönen Siegelring mit einem Scarabäos aus einem Amethyst.

00:03:40: Der hat mich irgendwie beeindruckt.

00:03:41: Den fand ich auch einfach so zeitlos schön, den würde ich heute noch tragen obwohl er tausende von Jahre alt ist.

00:03:47: und auf der anderen Seite hat mich beeindruck ein tatsächliches Statement piece nämlich die Kurzhaar-Fressuren über die sich Paulos im Korintherbrief erschoffiert und die in eben einer aktuellen Auslegung das Verhüllen der Frau in Bezug auf Fressuren interpretieren.

00:04:09: Es gab da offensichtlich in Korinth protest Pixies der Frauen in der Gemeinde und Paulus meinte, die Frauen sollten sich im Gottesdienst doch besser verhüllen.

00:04:18: Meinte damit aber offensichtlich angemessene Frisuren also lange Haare, die vielleicht noch in einer bestimmten Frisur gelegt waren oder frisiert waren?

00:04:28: Also war der Kurzhaarschnitt damals ein ich sag mal gesellschaftliches oder politisches Statement der Frauen.

00:04:34: Ganz offensichtlich gab es Frauen in der Gemeinde, die die Haare kurz trugen.

00:04:38: Denn sonst hätte man nicht sozusagen auf die eigentlich angebrachte Sitte, nämlich lange oder frissierte Haare hinweisen müssen und Sabine Biberstein hat den Artikel dazu geschrieben an der Zeitschrift darauf hingewiesen.

00:04:52: das ist vielleicht sogar ein politisches und sogar religiöses Statement gewesen sein könnte, dass Frauen kurze Haare trugen.

00:05:00: Weil sie sich eventuell auf den Gallator Brief bezogen haben wo man ja Christus als Gewand anzieht und damit auch gegliche Geschlechter- und Rollenunterschiede zunichtig gemacht werden also quasi sich auch frissurentechnisch gendertechnisch gleichmachen.

00:05:17: zu den Männern genau

00:05:18: Mir fällt gerade auf.

00:05:19: Das könnt ihr jetzt gar nicht sehen, weil wir den Podcast ja zum Hören anbieten.

00:05:22: aber ich habe auch ein Statement-Peace heute an allerdings kein wirklich politisches sondern einen T-Shirt meiner Lieblingsband ist ja auch ein statement.

00:05:28: Ja, der Soziologis Simmel sagt dass die beiden Grundfunktionen von Modus sind verbinden und unterscheiden Und damit sind solche Statement Geschichten natürlich immer was das auf jeden Fall auffällt.

00:05:43: Mal von den Statements noch ein kleines bisschen zurück.

00:05:45: Generell zur Kleidung der damaligen Zeit, wie können wir uns denn die Alltagskleidungen der einfachen Landbevölkerung aber auch der städtischen Eliten in Palästina zurzeit Jesu vorstellen?

00:05:54: und vor allen Dingen aus welchen Quellen wissen wir denn heute, zweitausend Jahre später überhaupt noch darüber Bescheid?

00:05:59: Ja das ist auch so ein Thema.

00:06:02: Kleidungen sind leider sehr vergänglich.

00:06:04: Also was die konkreten Textilien angeht, haben wir da gar nicht so wahnsinnig viel archäologisch.

00:06:10: Aber es ist inzwischen ja möglich auch wirklich kleinste Fetzen irgendwie zu analysieren.

00:06:15: Dementsprechend hat man dadurch aus Möglichkeiten Stoffe sich anzugucken.

00:06:22: Wir haben diese Stoffe aber auch in Textform überliefert und da verraten uns manchmal gerade die langweiligen Texte sehr viel, nämlich Texte, die auch im Umfeld der Bibel in Archiven liegen.

00:06:36: Die so administrative Texte sind also wo viel aufgezählt wird, viel ja in Listen veranschaulicht wird.

00:06:44: Und da werden oft auch Textilien und Kleider genannt.

00:06:47: Und dann haben wir einfach die Darstellungen In der Welt und Umwelt, in der Bibel oft sind das auch Roll- und Stempelsiegel die menschliche Figuren darstellen.

00:07:00: Und damit dann eben auch die Bekleidung der Menschen.

00:07:04: Aber ja es ist so ein bisschen ein Puzzlespiel aus unterschiedlichen Quellen.

00:07:08: Die Kleidung an sich war eher einfach gehalten.

00:07:12: Wir haben, wenn man es heute betrachtet in unserer Konsumwelt hier so eine capsule Wardrobe.

00:07:19: Also eine Garderobe die aus ganz wenigen Teilen besteht und die gleichzeitig eben funktional und praktisch sein musste und damit eben auch vielseitig einsetzbar.

00:07:32: Und da Kleidung aufwendig war herzustellen hatte man natürlich auch nicht so wahnsinnig viel davon.

00:07:38: Was interessant ist, wir haben in der Zeit ja eine quasi Unisex-Mode.

00:07:45: Also Männer wie Frauen haben von den Grundklamotten her das Gleiche angehabt.

00:07:52: Leicht bis auf den Schleier war so was typisch weibliches also so ne Kopfbedeckung oder Verhüllung.

00:07:58: Ansonsten bestanden die grundsätzlichen Klamotte eher aus so Hemdkleidungen in unterschiedlichen Längen, dann hatte man etwas drüber was man als Mantel oder wie ein Poncho so tragen konnte.

00:08:11: Oder Socialtücher die auch unterschiedlich eingesetzt werden konnten.

00:08:16: Also könnte man schon sagen das ist erstmal um die Funktion der Kleidung ging und dann erst nachgeordnet um das was die Botschaft dahinter ist?

00:08:23: Ja so würde ich das sagen.

00:08:25: genau Witzigerweise ist es so gekürzer der Rock, desto schaffiger der Mensch.

00:08:30: Also tatsächlich die, die den Minirock trugen waren eher die Männer, die auf dem Feld gearbeitet haben.

00:08:36: Es gibt auch ganz tolle so ägyptische Wandmalereien, wo man das sieht.

00:08:41: Dass die, die auf dem Feld am meisten gearbeitet haben, die hatten einfach nur einen kleinen Hemdschutz an und je länger dann dieses Kittelkleid wurde, desto Vornehmer war der Mensch.

00:08:53: also der, der nachher als Aufseher an der Seite saß, der hatte ein langen Rock, der nicht im Staub hängen konnte weil er nicht auf der Feldarbeit eingesetzt wurde

00:09:04: Stimmt.

00:09:04: Da kommen einem sofort so Bilder in den Sinn, dass man diese Schurze da irgendwie sieht?

00:09:11: Wann und wie kommt denn bei dem was wir anziehen sowohl damals als auch heute Religion- und Gottesglaube ins Spiel?

00:09:18: Ja dann habe ich jetzt im Vorfeld auch nochmal darüber nachgedacht Auch inwiefern man vielleicht sagen kann das etwas ja ein typisch religiöses Gewand ist oder so.

00:09:29: Ich denke So wie das heute auch ist, sie hatten in der Vorstellung am Anfang ja auch einen Hochzeitsbesuch beschrieben.

00:09:38: Kleidung unterscheidet sich ja je nach Kontext und auch je nach Rolle.

00:09:43: Und wenn es dann um Feste geht, um Kult, um religiöse Feste, dann wechseln auch die Kleider.

00:09:52: Ich denke dass was besonders jetzt im biblischen Kontext wichtig ist sind diese Kleider die nachher den Unterschied zwischen, sag ich mal der irdischen und der himmlischen Welt irgendwie darstellen oder zwischen diesen unterschiedlichen Sphären von heilig und weltlich.

00:10:10: Und da ist natürlich dann das Kultpersonal sind das Rollen, in denen einfach auch besondere Kleidungsstücke wichtig sind.

00:10:18: Der hohe Priester dessen Kleidung ganz genau im Buch Leviticus beschrieben und vorgeschrieben ist.

00:10:25: Das muss aus bestimmten Materialien sein.

00:10:27: Es muss auf eine bestimmte Art und Weise gefertigt sein.

00:10:31: Bestimmte Stoffe, bestimmte Farben werden da genannt.

00:10:34: Und das ist natürlich auch besonders edel- und wertvoll.

00:10:38: Das hat sich ja bis heute nicht wirklich geändert.

00:10:40: also auch im Gottesdienst wie die katholische Kirche kennt sehen ja die und zelebranden, vorname Altarraum anders aus als die Menschen in den Benken.

00:10:48: Ja richtig genau also.

00:10:49: ich denke hier ist ganz klar Kleidung zum einen eben etwas was sich abhebt das aber auch vereindeutigt.

00:10:58: Also hier wird eine eindächtige Rollenzuschreibung gemacht Und gleichzeitig ist auch diese Rolle klar.

00:11:05: In dem Moment wo ich mir etwas anziehe, etwas überstreife Begebe ich mich auch sozusagen in einem anderen Raum Genau.

00:11:13: Und bin dann dazu auch ermächtigt, etwas zu tun?

00:11:16: Innerhalb des alten Orient hoben sich das Volk Israel und im entstehenbegriffene Judentum ja spürbar ab von den umliegenden Völkern und auch von den Religionen durch ihre Monolatrie beziehungsweise dem biblischen Monotheismus also dass sie nur einen einzigen Gott verehrten.

00:11:31: und das hat sich so seit der Zeit des Babylonischen Exiles herausgebildet.

00:11:34: inwiefern fand in dieser besondere oder neuartige Gottesglaube auch in Mode-und Schmuckpraxis nen Niederschlag?

00:11:43: Das ist eine gute Frage, also ich glaube so wahrscheinlich auf den ersten Blick hätte man nicht unbedingt unterscheiden können.

00:11:49: Ist da ein Ägypter oder ein Babylonier oder ein Israelid vor mir?

00:11:53: Es geht dann glaube ich eher um die Details.

00:11:56: Beispielsweise beim Thema Schmuck gab es viele Amulette- oder Anhänger, die einen Kontext hatten im religiösen Sinne.

00:12:05: Also das waren Schutzamulette oder da wurden bestimmte Gottheiten dargestellt Und da gab es natürlich dann klare Vorschriften, dass das Volk Israel keine solchen Fremdgötter als Schmuck oder Zierle tragen dürfen.

00:12:20: Es gibt aber auch so Kleinigkeiten... Also das Volkt Israel hat diese Zizid-Als-Identitätsmarke und aber auch zum Unterscheiden.

00:12:30: Das sind die kleinen Quaddeln oder Trotteln, die am Saum des Gebands befestigt sind Und hier haben wir einen besonderen Purpurfaden eingewebt und das ist auch eine Besonderheit, die eben wieder ein Link zum Priestertum darstellt.

00:12:46: Weil normalerweise ein solches Mischgewebe, dass nämlich ein Wollfaden- und Leinengewebe vermischt werden etwas ist was tatsächlich per Gesetz für das Volk Israel nicht erlaubt ist, was aber in Bezug auf die Priesterkleidung gemacht wird.

00:12:59: Also da ist sozusagen diese Vermischung der unterschiedlichen Stoffe vorgegeben und damit ist jeder einzelne auch so ein ganz bisschen bliebsterlich.

00:13:09: Es

00:13:09: ist ja generell spannend, dass Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema Mode ja auch helfen soll dabei den Sitz im Leben von vielen, was wir in der Bibel sehen.

00:13:19: In die heutige Zeit zu übertragen und so eine Art Übersetzungsleistung möglich zu machen.

00:13:23: Manche Sachen, die den Leuten früher völlig klar waren sind es uns nicht Und durch so archäologische Funde und das Verstehendessen, was sie eben auch damals getragen haben oder wie Sie sich geschmückt haben Das bringt uns dem näher zu verstehen, wie manches auch gemeint ist.

00:13:35: Wo gibt es denn rund um die Themen Mode und Schmuck, solche Wahrnehmungsdifferenzen bei denen uns archäologische Funde oder Hintergrundwissen hilft, die Bibel besser zu verstehen?

00:13:44: Ich glaube gerade bei biblischen Texten haben wir mehrere Verstehensproblematiken.

00:13:52: Also zum einen ist da so einfach dieser Gap, dieser Graben in Bezug auf der Texte in einer Zeit entstanden, sehr weit weg ist, sowohl kulturell als auch zeitlich.

00:14:05: Und zum anderen ist es so dass die biblischen Stoffe ja ein Eigenleben führen.

00:14:09: also wir haben ja wahnsinnig viele Rezeptionen auch von biblischem Figuren vom biblische Geschichten und das ist eine Überlagerung die oft auch das Verständnis überlagert.

00:14:20: und gerade wenn's um dieses Thema Kleidung geht und Mode und dann auch das Aussehen Besonders von Frauen auch, haben wir da eine eigene Rezeptionsgeschichte die sich oft sehr vom eigentlichen Text entfernt.

00:14:33: Ein Beispiel ist die Figur der Judith.

00:14:36: Die finde ich persönlich sehr spannend.

00:14:39: Es gibt unglaublich viele tolle und berühmte Gemälde der Judith, die den Kopf des Holofernes abschlägt.

00:14:46: Und Judith ist im Text eine Frau, die besonders durch ihre Torafräumigkeit und ihr Pflichtbewusstsein charakterisiert wird.

00:14:56: Und zugleich ist sie die Frau, die sich in diesem Kontext eines betoten kleinen Bergdorfes Betulia quasi aufmacht um dieses Volk zu befreien.

00:15:07: Also das ist so die letzte Bastion und sie begibt sich in das Lager.

00:15:12: Sie hat eigentlich Witwenkleidung an.

00:15:14: Sie begibt es sich in Das feindliche Lager zu Holofernes dem Feldherren.

00:15:19: Sie zieht sich schön an, sie zieht ihre Witwenkleider aus.

00:15:22: Sie schmückt sich, sie seilt sich und legt ihre Schmuckstücke an Und sie ist auch als Schön beschrieben und geht in das Lager und betört dort sozusagen diesen männlichen Feldherrn.

00:15:35: Der betrinkt sich ganz fürchterlich und hofft also auf eine Nacht mit dieser tollen Frau.

00:15:41: Und sie nutzt das aus, sie hat ihr eigenes Essen, ihr eigenest trinken dabei weil sie ihm die Speisegesetze befolgt Und am Schluss macht sie diesen Holofernes, der sturzbetrunken auf seinem Diwan liegt mit seinem eigenen Schwert kopflos.

00:15:57: Diese Frau wurde in der Rezeptionsgeschichte als unglaubliche FAM fatal präsentiert – ja, mit tiefem Ausschnitt sündig verrucht!

00:16:06: Der Text selbst beschreibt sie aber auch in ihrer Aufmachung als Formelfrau und diese Kleidung, die sie trägt.

00:16:15: Sie trägt ein Leinengewand Die hat sogar Anklänge an Priesterkleidung.

00:16:21: Das heißt, wir haben hier eigentlich eine Frau die ja wie so eine Art Rüstzeug Gottes anlegt.

00:16:26: Sie ist als Gottesstreiterin unterwegs und eben gar nicht als die ja, wie soll ich sagen, zündige Eva, die Frau, die irgendwie sich extra mit tiefem Ausschnitt präpariert um den Mann zu verführen.

00:16:40: Ja, da muss man auch aufpassen dass man vielleicht nicht so in die Klischee Falle tabst und auf der anderen Seite ist es ja bis heute durchaus so das Kleidung und Axis war's.

00:16:47: Auch geschlechter Rollenbilder und Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern ausdrücken.

00:16:51: Das gab sie ja schon aber auch damals?

00:16:53: Ja genau also es gab schon auch sehr eindeutige Zuschreibungen.

00:16:57: Spannend fand ich jetzt auch im Kontext der Zeitschrift ein Beitrag zu Siegeln.

00:17:03: Siegelen die eben eine Multifunktion hatten.

00:17:07: Also die waren nicht nur schön und schick als Schmuck, sondern sie hatten natürlich auch die Möglichkeit dass man damit etwas Siegeln und also Kommunikation betreiben konnte aber ein bisschen auch zu Schutzfunktionen usw.

00:17:21: Und Siegel waren etwas typisch männliches wenn man den biblischen Texten glaubt.

00:17:25: das heißt besonders Priester mächtige Männer Könige aber auch Gott selbst werden mit Sigelschmuck präsentiert.

00:17:33: Und da ist dann spannend, wenn es hier auch eine Genderverschiebung gibt.

00:17:37: Wenn auch Frauen zum Beispiel bewusst sich eines Siegels annehmen wie das die Tama macht.

00:17:43: Kommen wir mal von Schmuck und von Siegeln und von Kleidung hin zur Kosmetik.

00:17:48: Das ist ja auch ein Thema, was sie in ihrem Heft besprechen und das ich auch ganz spannend finde.

00:17:52: Heutzutage finden wir in den Regalen unsere Drogerien Rossmann DM

00:17:56: usw.,

00:17:56: so viele Cremes und Typchen.

00:17:59: für die Hand war es hier und für den Kopf war es da und für die Füße dort war es.

00:18:02: Wie war denn das in der Antike mit Parfons und Kosmetika?

00:18:06: Kosmetic war auch etwas, was im Grunde täglich benutzt wurde.

00:18:11: Auch hier haben wir unterschiedliche Funktionen von Make-up.

00:18:16: Das sollte nicht nur schön sein, das wurde im Prinzip auch als Sonnenschutz verwendet also sparsal all in one ja.

00:18:24: Also Sonnenschutz oder Wetterschutz gleichzeitig auch gesundheitsförderlich mit Mineralstoffen drin.

00:18:32: Das perfide war, dass oft gerade sowas wie Augencremes oder auch Kajal oder so bleihaltig waren.

00:18:39: Oder auch andere giftige Stoffe drin hatten.

00:18:42: also die Anti-Age-Creme hat unter Umständen dazu geführt das man gar nicht so alt wurde.

00:18:47: Ja gut woher sollten sie es auch wissen damals?

00:18:50: Aber ist auch hier interessant, dass es sowohl Männer Als er Frauen haben, sich geschminkt und eine besondere Ehre und auch eine besonderen Gastfreundlichkeit waren zum Beispiel solche Salbkegel.

00:19:02: Also Salböle hat man benutzt.

00:19:05: Auch hier so eine Kombination aus gutem Geruch und auch Reichtum weil es mit teuren Gewürzen versetzt war.

00:19:13: Und also das war sozusagen der Inbegriff von Gasfreundschaft.

00:19:16: wenn man zu Besuch war dann hat man erstmal einen Okay, die auf den Kopf bekommen.

00:19:19: Das hieft dann so in dieser heißen ... bei dem heißen Wetter über den Kopf runter und genau.

00:19:26: Hast Mutgeruch, Geruch!

00:19:28: Und so Salbungen spielen ja generell auch in der Bibel oft eine Rolle?

00:19:32: Also als Zeichen des Segens oder dass jemandem etwas Gutes wünschen?

00:19:36: Richtig, genau.

00:19:37: Und waren eben gerade im Bezug auf Könige- oder Propheten, die gesalbt wurden wichtig.

00:19:44: Genau also Ausdruck einer besonderen Rolle.

00:19:47: In bestimmten Auspreigungsformen des Christentums gibt es ja eine gewisse Leibfeindlichkeit.

00:19:52: Und Mode und Schmuck stehen dem irgendwie gegenüber uns, setzen stattdessen unseren Körper oder den Körper anderer Menschen ins Szene.

00:20:00: Wie haben denn antike Kulturen generell so im Mittelmeerraum auf Mode und schmuck geschaut?

00:20:04: Und wie fanden dann so Askäse- und modische Zurückhaltung den Einzug in unsere christlichen Traditionen?

00:20:11: Genau, also ich glaube die Bibel selbst würde nicht als leibweinlich bezeichnen.

00:20:15: Das sind oft Entwicklungen, die dann einfach später passieren in der Kirchengeschichte sozusagen und die oft über auch philosophische Texte einzugehalten haben gerade im Bereich der Neutestamentlichen Schriften, im ersten Timotheus-Brief.

00:20:33: Da wird sehr deutlich gesagt wie eine Frau sich beispielsweise sitzsam auch zu kleiden hat.

00:20:39: es ist meistens eine Einschränkung von einem zur schau getragenen Luxus einer Pracht die irgendwie ja dann auch Eitelkeit ausdrückt.

00:20:50: also es geht mehr um solche Tugenden wie Bescheidenheit die da proklamiert werden.

00:20:57: Ich denke grundsätzlich war es so, dass dieser Luxus ja erst etwas ist was in der Oberschicht mit einem bestimmten monetären Hintergrund dann auch wichtig war.

00:21:08: Die einfache Bevölkerung war ja froh wenn sie einfach ordentliches zum Anziehen hatte.

00:21:13: da war das nicht so.

00:21:13: das Thema

00:21:15: Wie war das denn mit Tattoos?

00:21:16: gab's die damals auch in irgendeiner Form?

00:21:18: Dass man sich unter die Haut irgendwelche Botschaften hat stechen lassen

00:21:22: Das ist ganz witzig.

00:21:23: Wir haben das jetzt in unserer aktuellen Pilgerausgabe auch kurz behandelt, weil es tatsächlich auch zum Beispiel im Pilgerwesen schon jahrhundertelang den Trend gibt sich vor Ort ein Tattoo machen zu lassen als Andenken.

00:21:36: Also quasi eine Jakobsmuschel unter die Haut stechen als Erinnerung an den Kamino?

00:21:41: Genau!

00:21:41: Es gibt eine Familie, die in Jerusalem seit siebenhundert Jahren tätowiert und zwar immer die gleichen Motive.

00:21:47: Also da kann man sich einreihen.

00:21:50: Ja, also tätowieren oder Körperschmuck der unter die Haut geht ist was das ja seit der Steinzeit eigentlich belegt gibt.

00:21:56: selbst Ötzi hat ja Tattoos gehabt und es ist aber etwas Ja, wo es auch so ein bisschen ambivalent ist.

00:22:06: Also es gibt auch einen Leviticus im Heiligkeitsgesetz eine Einverbot sozusagen sich vermutlich Tattoos machen zu lassen also mit Einschnitten unter die Haut und das gibt unterschiedliche Interpretationen des Ganzen wie man das zu verstehen hat.

00:22:19: warum soll das vor Israel keine Einritzungen machen?

00:22:24: Zum einen ist es wohl so, dass in der Umwelt der biblischen Texte es wohl gang und gäbe war das man Sklaven markiert hat über Tattoos.

00:22:33: Und dass aber gerade das Volk Israel-Sklaven nach dem siebten Jahr freilassen soll, sodass eben eine permanente Markierung da nicht gut wäre.

00:22:43: Dann ist es grundsätzlich so, widerspiegeln kann und da auch die Zugehörigkeit zu falschen Göttern, also zu Fremdgöttern.

00:22:53: Das ist eben so eine religiöse Komponente hat.

00:22:55: Man sagt es kann auch sein dass es da wohl Rieten gab im Bezug auf Trauer, also Trauerriten wo das auch sowas Magisches hatte.

00:23:04: Also dass man sich da mit solchen Einreizungen war ein magisches Ritual und ihm auch hier einfach nicht dem Adonai-Klauben angemessen was da praktiziert wurde Genau.

00:23:17: Aber mit Sicherheit, wenn es so ein Gesetz gibt, gibt das auch immer Menschen, die das wohlgemacht haben?

00:23:22: Ja!

00:23:23: Wir haben in dem Gespräch gemerkt, dass es immer wieder so ein paar Momente gibt wo eben auch durch Kleidung oder Schmuck oder die Art und Weise wie und wo die Sachen eingesetzt werden.

00:23:32: So Transcendentemomente gibt oder was Göttliches durchaus auch im Leben.

00:23:36: Nun leben wir in der Zeit, die nicht besonders kirchlich oder religiös geprägt ist eher säkular.

00:23:41: Gibt's Ihrer Meinung nach etwas, was wir aus Zeit von damals aus diesem antiken Palestina wieder entdecken oder lernen könnten mit Blick auf Schönheit und Mode, was vielleicht unsere Zeit heute gut täte?

00:23:53: Also ich glaube es tut manchmal gut sich bewusst zu machen wie aufwendig eigentlich solche Stoffe herzustellen sind.

00:24:02: Das haben wir in unserer Schnellibigkeit, in unserer Konsumgesellschaft ein bisschen verlernt.

00:24:06: aber da gibt das ja auch wieder Gegentrenns Wenn man sich mal angeguckt hat, diese archäologischen Artefakte, diese Spindeln und diese Webrahmen oder diese Websteine die man so findet.

00:24:19: Sich bewusst zu machen dass da jemand saß und stunden Tage wochenlang an so einem Faden gedreht hat ja bis am Schluss ein Gewand raus kam.

00:24:27: ich finde das macht schon bisschen demütig auch Und zugleich finde ich es trotzdem auch wahnsinnig spannend wie die Themen einfach immer die gleichen sind also dieses Zugehörige sich zugehörig fühlen, sich durch Kleidung ausdrücken.

00:24:42: Diese Performance, dieses Performance-Motiv ja?

00:24:45: Dass ich mich irgendwie durch meine Kleidungen ausdrücken kann, dass ich auch Rollen wechseln kann.

00:24:50: also so Verkleidungsmotive gibt es ja auch in biblischen Geschichten.

00:24:54: das ist was irgendwie was urmenschliches ist und was uns dann wiederum mit diesen Geschichten verbindet die zwar alt sind aber irgendwie doch die gleichen Themen haben.

00:25:05: Und es fängt wahrscheinlich auch schon bei der Wertschätzung für das, was man trägt an.

00:25:09: Es ist halt ein Unterschied ob ich mir bei Primark oder TK Max irgendwas Billiges schieße?

00:25:12: Oder ob ich einen bewussten Kleid oder eine Anzug kaufe, der dann eben auch deutlich teurer ist und für besondere Anlasse eben auch ist.

00:25:18: Der Blick auf die Bibel und auf die damalige Zeit hilft uns vielleicht dieses Bewusstsein auch wieder ein bisschen zu schärfen.

00:25:23: Vielen Dank für diese Einblicke und für dieses Lustmachen auf die Beschäftigung mit Mode in biblischen Zeiten!

00:25:29: Herzlichen Dank Berenike Jochem Wohl!

00:25:32: Gerne!

00:25:32: Vielen Dank fürs Gespräch.

00:25:41: Das ganze spannende Heft von Welt und Umwelt der Bibel rund um Hartracht, Schmuck und prächtige Kleider.

00:25:47: Genau wie alle anderen Ausgaben der Zeitschrift zum Beispiel das neue Pilgerheft was wir auch angesprochen haben und die Möglichkeit sowie ich ein Abonnement abzuschließen findet ihr alles in den Show Notes also im Begleittext zur heutigen Folge Und ebenfalls dort zu entdecken ist ein Hinweis auf ein spannendes Projekt dass das Bistum Dresden meisten anlässlich des zweihundertfünfundsiebzigjährigen Weihetags seiner Kathedrale der ehemaligen Hofkirche wagt.

00:26:11: Es ist ein Hammer-Projekt.

00:26:14: Vom vierten bis achten Juni wird die Kathedrale zu einem besonderen Ort des Höhrens Lesens und Mitwirkens.

00:26:20: Rund zweihundertfünfundsießig Menschen lesen die ganze Bibel und das am Stück.

00:26:23: vier Tage und Nächte lang ist die ehemalige Hofkirche durchgehend für alle geöffnet.

00:26:28: Und wird in spektakulär illuminiert!

00:26:30: Und einige der letzten freien Zeiträume, in denen auch ihr die Chance habt den biblischen Text für fünfzehn Minuten mit eurer eigenen Stimme in der Kathedrale erklingen zu lassen sind noch frei.

00:26:39: In den Show notes findet ihr den Link unter dem euch bei Interesse dafür noch anmelden könnt.

00:26:43: Wir freuen uns schon sehr auf ein XXL-Wochenende mit vielen Stimmen Die zeigen wie vielfältig unsere Kirche die Bibel ist.

00:26:51: Die Aktion beginnt am Donnerstagabend, am vierten Juni gegen zwanzig Uhr dreißig mit prominenten Vertreterinnen und Vertretern darunter der sächsische Landesbischof Tobias Bild.

00:26:59: Am Freitagabend begleiten Seelsorge, Beicht- und Segensangebote das Bibel lesen.

00:27:04: Samstag und Sonntag antworten am Abend dann musikalische Improvisation auf das gesprochene Wort.

00:27:09: Das jeweilige Abendprogramm gibt es immer von neunzehn bis zwanzig Uhr in der Dresdner Kathedrale.

00:27:14: In diesen Stunden lesen dann auch Ehrengäste aus Kirche, Politik und Kultur und Gesellschaft.

00:27:18: also herzliche Einladung auch zu diesen Abenden aber auch einfach so.

00:27:21: bei Tag und Nacht kommt man in die Dresden Kathedrale und seid bei diesem Event mit dabei.

00:27:25: Und natürlich seid ihr jetzt gefragt welches der heute besprochenen archäologischen Kleinode oder welcher Text hat euch besonders angetan?

00:27:32: Welche offenen Fragen habt ihr rund um das Thema oder was brennt euch sonst noch unter der Haut oder auf den Lippen?

00:27:38: Schreibt es uns gerne unter lebendig-akademisch.de oder kommentiert auf Facebook oder Instagram und wenn euch die heutige Folge gefallen hat, dann empfiehlt uns gerne weiter an Freundinnen oder Bekannte, abonniert uns oder lasst gerne eine fünf Sterne Bewertung dabei Spotify oder Apple Podcasts, die schmückt uns!

00:27:53: Und wir sind sehr dankbar, wenn wir noch strahlender und schöner für Euch sind.

00:27:56: Das hilft uns also ungemein.

00:27:57: Vielen Dank für Eure Unterstützung.

00:28:04: An der heutigen Folge haben mitgearbeitet Emily Siegel, Jonathan Burger und ich.

00:28:08: Ich bin Daniel Heinze.

00:28:09: Tschüss!

00:28:10: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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