Ist KI der neue Gott?

Shownotes

„Künstliche Intelligenz“ (KI) hat in den vergangenen Jahren in rasantem Tempo unseren Alltag durchdrungen. Suchergebnisse bei Google und Co. werden längst mit KI erstellt, KI-generierte Bilder oder Gedichte lassen sich oft kaum mehr von menschengemachten unterscheiden und ChatGPT und andere große Sprachmodelle sind gefragte Ratgeber auch zu mancherlei persönlichen Sorgen. In Verwaltung und Unternehmen werden immer mehr Prozesse digitalisiert; denn die Künstliche Intelligenz verheißt Geschwindigkeit und einen Blick auf Zusammenhänge, die menschlichen Augen oft verborgen bleiben. Da überrascht es nicht, dass Künstliche Intelligenz inzwischen auch Theolog:innen und Philosoph:innen umtreibt.   Manche wagen gar die These, ob Künstliche Intelligenz als der neue Gott des digitalen Zeitalters betrachtet werden kann. Erschafft der Mensch mit der KI erstmals einen Gott, statt ihn nur zu denken? Denn immerhin übernimmt die KI doch zunehmend, was einst der Religion vorbehalten war: Sinnstiftung, Orientierung, allzeit verfügbare Antworten. Im anbrechenden dritten Jahrtausend, prognostiziert unser heutiger Gast, die Philosophin Claudia Paganini, könnten nicht nur Menschen durch KI ersetzt werden, sondern auch kein geringerer als Gott selbst. Eine provokante Überlegung an der Schnittstelle von Religion und Technik, der wir heute bei „Mit Herz und Haltung“ auf den Grund gehen wollen.

Claudia Paganini ist promovierte Philosophin. 2018 hat sie sich zudem im Fach Medienethik habilitiert. Nach beruflichen Stationen in Athen, Limerick, Mailand und Zagreb war sie von 2021-2024 Inhaberin der Professur für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München. Derzeit lehrt und forscht sie an der Universität Innsbruck. Außerdem publiziert sie Sachbücher für ein breites Publikum und nimmt regelmäßig an Science Slams teil.

Hinweise

Interview: Daniel Heinze Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel Intro/Outro, Schnitt und Produktion: Daniel Heinze

Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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