Plädoyer für die Freiheit
Shownotes
Über Freiheit wird oft und heftig gestritten. Einerseits ist sie politisch unter Druck geraten, andererseits bestreiten manche Neurowissenschaftler ganz grundsätzlich, dass es sie gibt. Was ist der Kern menschlicher Freiheit? Wie ist das Zusammenspiel von Determination und den Äußerungen eines freien Willens? Darüber sprachen wir mit dem Philosophen Jean-Pierre Wils.
Seine Kritik: In den oft spektakulär konstruierten Beispielen jener Philosophen, die die Freiheit leugnen, entfernen sich diese von der Lebenswelt der Menschen und ihrem Selbstverständnis. Jean-Pierre Wils erinnert nicht zuletzt an Akte des Ausdrucks einer selbstlosen Tugend von Menschen, die sich für das Leben anderer in höchster Not entscheiden und damit bestätigen, dass es so etwas wie Freiheit gibt – mit interessanten Konsequenzen.
Jean-Pierre Wils wurde 1957 geboren und war von 2010 bis zu seiner Emeritierung 2024 Ordinarius für Philosophische Ethik und Kulturphilosophie an der Radboud Universität Nijmegen (Niederlande). Wils studierte Philosophie und katholische Theologie in Löwen und Tübingen. Er lehrte in Tübingen, Ulm und Freiburg und seit 1996 in Nijmegen, unter anderem als Ordinarius für Theologische Ethik. Jüngste Veröffentlichungen: Verzicht und Freiheit: Überlebensräume der Zukunft, Stuttgart 2024; Gibt es noch Sinn, Hoffnung und Trost? Philosophie in bangen Tagen, Freiburg (erscheint 2026).
Hinweise:
Der Artikel von Jean-Pierre Wils zum Thema ist im Märzheft der Herder Korrespondenz erschienen.
Das ganze Märzheft finden Sie hier.
Redaktion: Dr. Stefan Orth, Annika Schmitz
Interview: Dr. Stefan Orth
Schnitt & Produktion: Daniel Heinze
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