Kirche und Rechtspopulismus: FPÖ, AfD und Christentum

Shownotes

Im Superwahljahr 2026 stehen in Deutschland vielerorts Landtagswahlen an. In einigen Bundesländern führt die rechtspopulistische AfD die Umfragen an, in Magdeburg stellen sich manche sogar auf das Szenario ein, dass die AfD die Staatskanzlei übernimmt und mit absoluter Mehrheit den Ministerpräsidenten stellen könnte. Ihr dortiger Programmentwurf liest sich wie ein Frontalangriff auf die beiden großen christlichen Kirchen: Ein ersatzloses Streichen von Staatsleistungen, das Ende des Kirchensteuereinzugs durch die Finanzämter, entfallende Fördermittel. Kirchliche Verantwortliche wie der Magdeburger Bischof Gerhard Feige warnen deshalb deutlich vor einer Wahl der AfD. Eine Regierungsbeteiligung der AfD in einem deutschen Bundesland - das wäre ein echtes Novum mit Disruptionscharakter, auch für das Staats-Kirchen-Verhältnis.   Bei unseren Nachbarn in Österreich waren die dortigen Rechtspopulisten der FPÖ schon zweimal auf Bundesebene an Regierungskoalitionen beteiligt und werben offen um christliche Wähler. Die katholische Kirche in der Alpenrepublik ist – ähnlich wie in Deutschland – angesichts dessen immer wieder zur Positionierung aufgerufen. Wie blicken die Bischöfe und Katholik:innen auf die FPÖ? Wie ist es um das Verhältnis von Kirche und Staat in Österreich bestellt? Und in welchen Punkten unterscheiden sich die politischen Verhältnisse Wiens und Berlins? Über diese und weitere Fragen sprechen wir in dieser Folge.

Dr. Henning Klingen, geboren in Mönchengladbach, ist Theologe und Journalist. Er studierte Katholische Theologie, Germanistik und Philosophie in Münster und promovierte in Erfurt. Seit 2003 lebt und arbeitet er in Wien, unter anderem als Redakteur, Journalist:innenausbilder und Podcast-Host.

Dr. Karin Wollschläger ist Co-Büroleiterin der Katholischen Nachrichtenagentur KNA für die Hauptstadt und Ostdeutschland.

Hinweise:

Interview: Dr. Karin Wollschläger Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel Intro/Outro, Schnitt und Produktion: Daniel Heinze

Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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