Komparative Theologie: Sich selbst im Gegenüber besser verstehen
Shownotes
Vor wenigen Woche wurde eines der wichtigsten Dokumente des II. Vatikanischen Konzils 60 Jahre alt. Im Schreiben „Nostra Aetate“ bestimmten die Konzilsväter 1965 nicht nur die Haltung der Kirche zum Judentum, sondern auch zu weiteren Religionen und Menschen, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, grundsätzlich neu.
Rund 60 Jahre später ist die religiöse Landschaft unserer Gesellschaft hierzulande pluraler denn je und ringt die Kirche zugleich um Sprachfähigkeit, den eigenen Glauben zeitgemäß verständlich zu machen. Was kann christliche Theologie heute im Gespräch mit anderen Religionen lernen? Wie kann die Begegnung Menschen unterschiedlicher Glaubenstraditionen dazu dienen, nicht nur das Gegenüber, sondern auch sich selbst besser zu verstehen? Und welche Impulse gehen noch immer vom Zweiten Vatikanischen Konzil und „Nostra Aetate“ aus?
Prof. Dr. Klaus von Stosch ist der profilierteste Vertreter der komparativen Theologie im deutschsprachigen Raum. Er lehrt als Schlegel-Professor für „Systematische Theologie unter besonderer Berücksichtigung gesellschaftlicher Herausforderungen“ an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn und ist dort auch Vorsitzender des International Center for Comparative Theology and Social Issues.
Lektüre-Tipps:
- Die deutschsprachige Fassung des Konzilsdokuments "Nostra Aetate" aus dem Jahr 1965 findet sich online beim Vatikan.
- In seiner 2021 bei UTB erschienenen „Einführung in die Komparative Theologie“ diskutiert Prof. Dr. von Stosch anhand von 12 Fallbeispielen aktuelle theologische Probleme und sucht in nicht-christlichen Religionen nach Anregungen.
- 2025 legte er zudem das Buch „Trinitätstheologie. Grundlegung und interreligiöse Perspektivierung“ im Verlag Herder vor.
- Ebenso bei Herder ist 2025 eine Neuauflage des Buchs „Der andere Prophet. Jesus im Koran“ erschienen, das gemeinsam mit Prof. Mouhanad Khorchide entstanden ist.
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel Moderation, Schnitt und Produktion: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
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