Entwicklung braucht Entschuldung
Shownotes
Als geflügeltes Wort hat es das „Jubeljahr“ aus dem Alten Testament bis in die Alltagssprache geschafft. Wenn etwas alle „Jubeljahre“ passiert, kann es schon wirklich lange dauern. Dahinter versteckt sich eine Bibelstelle aus dem Buch Levitikus: Alle fünfzig Jahre sollten die Israeliten ein Jubeljahr feiern, das nicht zuletzt damit einherging, dass den Menschen, die sich in Schuldknechtschaft befanden, wieder ihre Freiheit geschenkt wurde. In der katholischen Kirche geht auch die Tradition des „Heiligen Jahres“, das aktuell wieder begangen wird, auf diese Bibelstelle zurück.
Ein Anliegen, das sicherlich nicht bis „alle Jubeljahre“ Zeit hat, aber dessen ursprünglichem Gedanken sehr nahekommt, bringt das Bündnis „Erlassjahr 2025“ lautstark zur Sprache: Entwicklung braucht Entschuldung - so die Überzeugung der Initiator:innen. Staaten im Globalen Süden müssen raus aus der Schuldenspirale. Nur dann kann ein wirklicher ökonomischer Aufbruch möglich werden, der möglichst vielen Menschen Wohlstand und Sicherheit verspricht. Zu viele Länder sind teils seit Jahrzehnten überschuldet und die drastischen sozialen Folgen für die Bevölkerung sind deutlich sichtbar.
Malina Stutz studierte Staatswissenschaften an der Universität Erfurt und Plurale Ökonomik an der Universität Siegen. Für die Initiative „erlassjahr.de - Entwicklung braucht Entschuldung e.V.“ ist sie als Politische Referentin tätig.
Hinweise
- Unter erlassjahr.de findet ihr weitere Informationen zur Initiative.
- Die Veranstaltungen des Herbstprogramms findet ihr auf der Website der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, darunter auch “Das leere Grab” mit anschließendem Gespräch nach dem Film in Chemnitz am 30. August und in Zwickau am 02. September.
Interview: Jonatan Burger Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel Intro/Outro, Schnitt und Produktion: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Neuer Kommentar